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KI generiert ( Google Gemini) Ein neuer Blickwinkel: Echtes Staunen dimmt das Ego, öffnet uns für das große Ganze und stärkt die Verbindung im Team.

Die Kraft des Staunens: Warum ein „Woaah!“ Ihr Team stärken kann

Wann haben Sie das letzte Mal so richtig gestaunt? Vielleicht über den Sternenhimmel, eine technologische Innovation oder die unerwartete Hilfsbereitschaft eines Kollegen? In unserer rationalisierten Arbeitswelt wird Staunen oft als „naiv“ abgetan. Doch aktuelle Forschungsergebnisse, wie sie jüngst in der ZEIT (Ausgabe 54/2025) unter dem Titel „Die Kraft des Staunens“ beleuchtet wurden, zeigen: Staunen ist eine echte Superkraft für Teams und Führungskräfte.

Vom „Ich“ zum „Wir“ durch Staunen

Die Psychologie spricht beim Staunen von einem faszinierenden Effekt: dem „kleinen Ich“. Wenn wir vor etwas Großartigem stehen, tritt das eigene Ego in den Hintergrund. Studien von Dacher Keltner (University of California, Berkeley) belegen, dass Menschen nach Momenten des Staunens großzügiger und hilfsbereiter agieren. Sie nehmen sich weniger als isolierte Individuen wahr und fühlen sich stärker einer Gemeinschaft zugehörig.

Für die Arbeit von Kahmann & Kollegen ist diese Erkenntnis essenziell. In unseren Teamentwicklungen und GFK-Seminaren streben wir genau diese Verbindung an: den Fokus weg von der Selbstdarstellung oder Verteidigungshaltung (dem „lauten Ego“) hin zur empathischen Verbindung mit dem Gegenüber und dem gemeinsamen Ziel.

Staunen als Gesundheitsbooster und Lernbeschleuniger

Staunen ist nicht nur ein angenehmes Gefühl, es ist messbar gesund. Es reduziert Entzündungswerte im Blut, senkt den Blutdruck und reguliert das Stresshormon Cortisol. In einem stressigen Arbeitsalltag wirkt Staunen wie ein natürlicher „Reset-Knopf“ für das Nervensystem. Zudem weckt es die Neugier: Wer staunt, will verstehen – eine Grundvoraussetzung für lebenslanges Lernen und Innovation.

Wie Sie das Staunen in den Alltag holen

Die gute Nachricht: Man muss nicht erst auf Polarlichter in Hamburg warten, um diese Wirkung zu erzielen. Staunen lässt sich trainieren:

  1. Den Blick schärfen: Halten Sie inne und betrachten Sie die „kleinen Wunder“ in Ihrem Projekt oder die überraschende Lösung eines Konflikts.
  2. Raum für Kunst und Inspiration: Nutzen Sie Musik oder Geschichten, um gewohnte Denkpfade zu verlassen.
  3. Wertschätzung praktizieren: In der GFK feiern wir „Sternstunden“. Staunen Sie über die Bedürfnisse und Strategien, die hinter den Handlungen Ihrer Mitmenschen stehen.

Fazit

Staunen macht uns demütiger, offener und kooperativer. Es ist die „magische Tür“ zu einer neuen Sichtweise. Wenn wir lernen, die Welt und unsere Zusammenarbeit wieder mit ein wenig mehr Bewunderung zu betrachten, schaffen wir die Basis für echte Empathie und effiziente Teams.

Möchten Sie das „Woaah!“-Gefühl in Ihr Team bringen? Wir unterstützen Sie gerne dabei, durch GFK und Teamentwicklung neue Gucklöcher in die Grenzen des Machbaren zu bohren.


Quellennachweise

Husmann, Wenke: Die Kraft des Staunens. In: DIE ZEIT, Nr. 54, 17. Dezember 2025, S. 27–28.